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Ab 6. Oktober: Online-Umfrage für hessische Kitas ­­- wie läuft´s mit der Sprachförderung?

„Sprache ist die Grundlage für den schulischen und beruflichen Erfolg. Als Schlüsselqualifikation fördert sie ein selbstbestimmtes Leben und ermöglicht es Kindern in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen zu interagieren“, sagt Anne Janz, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. „Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte der Kinder unter sechs Jahren einen Migrationshintergrund haben. Dadurch entsteht in den Kitas eine unglaubliche Vielfalt, die in der Sprachbildung berücksichtigt werden muss.“ Ebenso vielfältig sind auch die Ansätze, wie die Kitas ihre frühkindliche Sprachbildung und -förderung umsetzen. Diese unterschiedlichen Ansätze sollen nun erfasst, systematisiert und dann besser abgebildet werden. Zu diesem Zweck, hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration eine Onlinebefragung (s. u.) initiiert, die sich an die hessischen Kitas richtet. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg führt die Online-Befragung durch und befragt möglichst viele der 4300 Kitas in Hessen. Das Projekt „Landkarte sprachlicher Bildung und Förderung in Hessen“ läuft von 2020 bis 2023.

Jetzt an der Umfrage beteiligen!

Um einen möglichst umfassenden und aussagekräftigen Überblick über die Sprachförderlandschaft in Hessen zu bekommen, bedarf es einer aktiven Beteiligung möglichst vieler Einrichtungen. Die Träger oder Einrichtungsleitungen erhalten ab dem 6. Oktober diesen Link zur Befragung: https://www.soscisurvey.de/sprachlandkartehessen/. Alle Kitas haben bis zum 6. November 2020 Zeit, den Fragebogen anonym auszufüllen. Auf der Basis der Daten wird dann die Landkarte für den Bereich sprachlicher Bildung und Förderung erstellt.

Landkarte der Sprachförderung in Hessen

„Wir alle und auch die Kindertageseinrichtungen müssen Kinder in ihrer sprachlichen Bildung und Entwicklung bestmöglich unterstützen. Mit der Befragung hoffen wir einen strukturierten Überblick, gewissermaßen eine „Landkarte der Sprachförderung“ in Hessen, zu erhalten. Diese Landkarte soll uns zeigen, welche Sprachförderprogramme und Ansätze die Fachkräfte in den Kitas aktuell anwenden“, erklärt Janz, „darauf aufbauend, werden wir dann in Kooperation mit den Trägern der Kitas über weitere unterstützende Sprachfördermaßnahmen entscheiden.“

Sprache für bestmögliche Chancen zur Teilhabe

Um Kinder frühzeitig fördern zu können, hat die Hessische Landesregierung auch in einem eigenen Programm den landesweiten Aufbau von vorschulischen Sprachförderangeboten in Hessen etabliert. Seit 2002 haben davon bereits rund 250.000 Kinder profitiert. Das Land stellt zudem auch zur Förderung der sprachlichen Bildung in Kitas erhebliche Mittel zur Verfügung. Außerdem gibt es zur sprachlichen Bildung und Förderung von Kita-Kindern umfangreiche, kostenlose Fort- und Weiterbildungsangebote. Kitas können auch an dem Hessischen Kindersprachscreening (KiSS) teilnehmen. Damit ist es möglich, sprachliche Fähigkeiten und Kompetenzen der Kinder noch vor dem Schuleintritt zu erfassen, diese bei Bedarf mit einem entsprechenden Sprachförderkonzept zu unterstützen und zu verbessern. Auch Sprachauffälligkeiten, die einer medizinischen Abklärung bedürfen, können so frühzeitig erkannt und durch eine Sprachtherapie noch vor Schuleintritt behandelt werden. „Dies sind bereits wichtige Schritte, die Arbeit der Träger zu unterstützen, jedoch dürfen wir alle gemeinsam mit unseren Anstrengungen, Kindern bestmögliche Chancen und Teilhabe zu gewährleisten, nicht nachlassen“, betont Janz.

Das Sozialnetz Hessen fördert, prüft und empfiehlt bürgernahe Webangebote mit hohem Informationswert. Auf das Sozialnetz und seine Partner können Sie sich verlassen.

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