6. Landespreis
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Beschäftigung und Integration schwerbehinderter MenschenDas Land Hessen stelle Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern finanzielle Mittel zur Verfügung, damit sie arbeitslose Schwerbehinderte ausbilden und beschäftigen. Das Hessische Schwerbehinderten-Programm wird aus Mitteln der Ausgleichsabgabe finanziert und läuft bis zum 31. Dezember 2012. Seit 2006 stehen dafür jährlich 2,2 Millionen Euro bereit. Gleichzeitig seien die Förderkriterien vereinfacht worden, um einem größeren Kreis einstellungswilliger Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber entgegenzukommen und damit die Chancen der Betroffenen nachhaltig verbessern zu können.
Der mit je 3.000 Euro pro Preisträger dotierte Landespreis, der bereits zum sechsten Mal vergeben wird, soll im Bewusstsein der Unternehmerschaft in Hessen ein deutliches Signal dafür setzen, dass Menschen mit Behinderungen ihre Leistungen und Fähigkeiten auch auf dem Arbeitsmarkt voll entfalten können. Aus den 39 für die Preisverleihung vorgeschlagenen Unternehmen wurden von einer Jury, bestehend aus Mitgliedern des Beratenden Ausschusses beim Landeswohlfahrtsverband, drei Preisträger ausgewählt, die mit ihrer jeweiligen Unternehmensphilosophie vorleben, dass Menschen mit Behinderungen für sie wichtige Leistungsträger im Unternehmensgefüge darstellen. Kriterien waren unter anderem die Höhe der Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderungen oder die Schaffung und Erhaltung behindertengerechter Arbeits- und Ausbildungsplätze.
Preisträger:
Josef Anton Natursteine GmbH in Freigericht. Obwohl aufgrund der Betriebsgröße (weniger als 20 Beschäftigten) keine Beschäftigungspflicht besteht, hat Herr Anton einen komplett neuen Arbeitsplatz als Bürokaufmann für einen schwerbehinderten Auszubildende geschaffen und setzt großes Vertrauen in ihn.
Landhaus Klosterwald Betriebs GmbH, Lich-Arnsburg. Dieses Unternehmen hat eine überdurchschnittlich hohe Beschäftigungsquote von 13,04 Prozent und zeichnet sich durch eine produktive Zusammenarbeit mit der Werkstatt für behinderte Menschen aus. Mit großem Engagement wird ein mehrfach behinderter (gehörlos und lernbehindert) Jugendlicher mit Migrationshintergrund zum Beikoch ausgebildet und schwerbehinderten Menschen Praktika angeboten
Daimler AG Mercedes-Benz Niederlassung Kassel/ Göttingen, Kassel. Das Unternehmen hat gezielt zwei Ausbildungsplätzen für hörbehinderte Azubis geschaffen, bei deren Schulungen ein Gebärdendolmetscher dabei ist und für die die Maschinen mit optischen Signalen ausgestattet wurden. Darüber hinaus bietet die Firma Praktika für schwerbehinderte Menschen sowie zahlreiche Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen. Insgesamt hat das Unternehmen 30 schwerbehinderte Mitarbeiter.
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